Zurück in die Zukunft – Teil 1

Vor einiger Zeit habe ich euch gebeten, mir Fragen zu Windows 7 zu stellen. Ich habe damals tollkühn behauptet, dass ich “in ein paar Tagen” einen Artikel dazu schreibe, in dem ich eure Fragen beantworte und ein bisschen Vergleiche zwischen Windows 7 und Ubuntu. Nun ja, aus den paar Tagen sind nun doch ein paar mehr geworden. Diese allerdings um so spannender und aufschlussreicher. Aber nun genug der einleitenden Worte.

Ich habe die Fragen aus den Kommentaren mal gesammelt und zusammengefasst, da doch einige Male fast das Selbe gefragt wurde. Ergebnis ist: knapp 30 Fragen. Na dann mal los!

1. Warum hast du dir Windows 7 installiert und Linux gelöscht?

Warum nicht? Ich denke es ist immer ganz gut mal über den eigenen Horizont zu blicken. Linux wäre ohne Windows nicht das, was es heute ist. Und warum sollte es nicht auch Sachen geben, die man von Microsoft lernen kann?
Ich gehöre nicht zu der Gruppe Linuxbenutzer, die dieses System aus Prinzip oder rein ideellen Gründen benutzen. Ich benutze es, weil es meinen Ansprüchen im Mittel besser genügt als Windows. Jedenfalls war es bisher so. Wenn also Windows 7 meine Bedürfnisse besser befriedigt als Linux, dann wird’s halt genommen.
Dazu sei gesagt, dass ich durch meine Ausbildung, respektive Berufsschule, einen MSDNAA Account habe, wo ich die Lizenzen kostenlos bekomme. Dadurch fällt, jedenfalls für mich, das Preisargument weg, beide Systeme sind “kostenlos”.

2. Wie verhält sich Windows während der Installation: Geschwindigkeit, Partitionierung, Treiber und Bootloader, bzw. andere Betriebssysteme wie Linux?

Linux wird von Windows ignoriert, der Bootloader überschrieben. Aber wundert das wen? Mich jedenfalls nicht und ich habe es auch nicht anders erwartet. Warum sollte Microsoft auf andere Betriebssysteme, außer ihre eigenen Rücksicht nehmen? Microsoft ist ein kommerzielles, gewinnorientiertes Unternehmen und Ubuntu, bzw. Linux ganz klar die Konkurrenz. Völlig nachvollziehbares und durchaus legitimes Verhalten also.

Die Installation an sich geht recht schnell vonstatten. Windows 7 kommt auf einer DVD daher. Wie lange die Installation genau gedauert hat, habe ich leider nicht gemessen, aber ich würde aus dem Bauch heraus auf 20 Minuten tippen. Schnell ging es auf jeden Fall. Länger als eine Ubuntuinstallation hat es nicht gedauert. (Ja, zum Thema “Software die mitgeliefert wird” komme ich später noch). Grundsätzlich sind beide Systeme erstmal ungefähr gleich schnell auf der Platte.

Der Partitionierungseditor war relativ unspektakulär und hat das gemacht was er sollte. Ich habe den manuellen Modus gewählt. Nicht viel besser oder schlechter als unter Ubuntu.

Die erste Überraschung kam, als der Bildschirm plötzlich auf seine native Auflösung schaltete (1280×800). Unter Ubuntu nichts ungewöhnliches, unter Windows war ich doch überrascht. Meine Staunen wurde aber noch größer, als er am Ende der Installation eine Liste mit verfügbaren WLANs anzeigte und mich bat eines auszuwählen. Grafikkarten- und WLAN-Treiber mit an Board? Sehr schön, so soll es sein!
Nach Abschluss der Installation folgte ein Neustart, und nach der Üblichen Willkommens-Tour inklusive Einrichtung der Benutzer, landete ich in Windows 7. Nach einem kurzen Check, stellte ich fest, dass Windows 7 sämtliche Hardware des Laptops richtig erkannt und die passenden Treiber installiert hat. Auch die Sondertasten funktionieren alle auf Anhieb. Das bringt uns dann zur nächsten Frage:

3. Klappt unter Windows 7 die automatische Treiberinstallation endlich?

Nicht komplett, aber schon sehr, sehr gut. Den Laptop hat Windows 7 wie eben schon gesagt komplett eingerichtet. Ich habe nun noch als externe Hardware ein HP Multifunktionsdrucker, einen DVB-T Stick und eine Webcam.
Zuerst stöpselte ich den Drucker ein. Windows meldete, es habe ein neues Gerät erkannt, einen “HP 1310 Series irgendwas” und das Gerät würde nun installiert und eingerichtet werden. Nach ungefähr 2 Minuten kam die Meldung, dass es nun fertig eingerichtet und installiert ist und benutzt werden kann. Fix geschaut: Windows hat den original HP Treiber aus dem Internet geladen und installiert. Ohne mein Zutun, perfekt! Kann Ubuntu aber auch.
Nächstes Gerät war die Webcam. Rangestöpselt, Windows meldet sich wieder und will das Gerät einrichten. Vermeldet dann aber, dass es die Treiber nicht installieren konnte. Ich sollte mich bitte auf der Homepage bei Phillips umsehen. Ein Button mit Link zur Homepage wird direkt angeboten. Warum nicht, dachte ich mir. Draufgeklickt und erstaunt gewesen: Ich landete auf der Downloadseite für die Treiber von genau meiner Webcam. Lediglich ein Klick auf den Downloadlink war noch erforderlich. Wieder: Bravo! Unter Ubuntu kriege ich mein Modell nur mit verdrehtem Bild hin.
Beim DVB-T Stick sah es schlechter aus. Keine Automatische Installation und kein Hinweis auf eine Homepage oder sonst was, lediglich die Meldung, das das Gerät nicht installiert werden konnte. Unter Ubuntu wird der Stick zwar erkannt, allerdings muss die Firmware noch manuell geladen werden.
Alles in allem trotzdem ein sehr erfreuliches Ergebnis, vor allen im Hinblick auf Windows XP.

4. Ist Windows 7 schnell?

Es ist. Alles geht flott von der Hand, man wird lediglich durch die Festplatte manchmal zum Warten gezwungen, wenn etwas größeres geladen werden muss. Ansonsten reagiert Windows 7 äußerst zügig und fühlt sich sehr flüssig an. Ich konnte auch schon auf einigen Netbooks Windows 7 ausprobieren, selbst auf dieser doch relativ schwachbrüstigen Hardware lief es angenehm.
Bootzeit hab ich auch nicht gemessen, war aber im akzeptablem Rahmen, ich klappe meist eh nur den Deckel zu und der Laptop geht in den Standbymodus.
Im Vergleich merke ich keinen Unterschied in der Geschwindigkeit und der Reaktionsfreude zwischen Windows 7 und Ubuntu.

5. Wie ist die neue Oberfläche? Ist sie chic? Lässt sie sich themen? Gibt es mehrere Arbeitsflächen?

Windows ist chic, keine Frage. Der Bootscreen, der Loginscreen und der Desktop sehen gut, modern und durchgestylt aus. Es wirkt konsistent und durchdacht von der Oberfläche her. Aber alles weitere bringt mich zu einem großen Problem, welches ich mit Windows habe, und wo sich Gnome und auch KDE hervorragend schlagen: Die Konsistenz der GUI über das Grundsystem hinaus, hin zu den Anwendungen. unter Ubuntu ist einfach alles stimmig. So gut wie alle Programme halten sich an GUI Richtlinien und passen optisch und von der Art der Bedienung hervorragend zusammen. Unter Windows hat jedes Programm seine eigene GUI und sein eigenes Theme etc. Ich persönlich finde das furchtbar. Alles wirkt so “zusammengewürfelt” und durcheinander.
Optisch lässt sich Windows 7 nur im Bereich Wallpaper und Farben anpassen, das war es dann auch schon. Allerdings ist Aero in der Standardeinstellung schon sehr stimmig.
Virtuelle Desktops gibt es ebenfalls nicht, allerdings muss ich anmerken, dass ich diese auch unter Linux nicht nutze.

6. Welche Linuxfeatures vermisse ich unter Windows 7 und welche Windows 7 Features vermisse ich unter Linux?

Die neue Superbar (ehemalige Taskleiste) ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, und ich würde sie gerne auch unter Ubuntu haben. Die Homegroups sind ebenfalls eine sehr schöne und vor allen einfach zu handhabende Neuerung, welche auch ihren Weg in die Linuxwelt finden könnte. Ein großes Lob geht an Microsoft wegen des Windows Media Centers, für das es in der Linuxwelt keine gleichwertge Alternative gibt, die so chic, komfortabel und einfach einzurichten und zu bedienen ist. Unter Windows hingegen  fehlt mir eine gewisse Konsistenz in der Benutzeroberfläche. Gnome und KDE machen da einen viel runderen Eindruck. Ein sehr großer Punkt sind die Softwarequellen unter  Linux, Das ewige im Internet suchen nach Windowssoftware und vor allem für jede Software einzeln nach neuen Versionen/Patches ist unglaublich nervig und zeitraufwendig.

Da der Artikel nun doch schon viel länger ist als erwartet, werde ich in in zwei Teile splitten. Zu den eben genannten Homegroups und Biblotheken, sowie der Superbar werde ich dann im nächsten Teil etwas ausführlicher kommen. Ebenso wie zum Thema Zusatzsoftware, Firewalls, Virenscannern und Seriennummern. Zum Abschluss des ersten Teiles nun noch ein paar Fragen, die sich kurz und knackig beantworten lassen.

7. Sollte man SP1 abwarten?

Nein, ich sehe keinen Grund dafür.

8. Bringt es wirklich neue Sachen?

Ja. Die Antwort darauf dürfte in den anderen Fragen beantwortet werden.

9. Ein Kernel, drei Systeme? (Vista, Windows 7, Server 2003)

Leider keine Ahnung, selber googlen :)


Update via roughtrade@Kommentare:

Der Kernel ist gleich, aber Server 2008 ist mit aufzuzählen. Wenn du z.B. eine Livecd wie bartpe erstellen willst, und keine original Vista (W/7) DVD zu hand hast, kannst du ohne weiteres das ISO der 30 Tage Testversion vom Server 2008 nehmen.

Die damit erstellte Live CD sieht zu 100% aus wie ein Vista. Neuere Versionen des bartpe Scriptes werden dann wohl wie W7 ausshen.

10. Wird immer noch NTFS benutzt, und kann man nun endlich auch Mountpoints angeben?

Ja, NTFS wird immer noch benutzt und Mointpoints konnte man schon unter XP angeben.

11. Werden im Explorer Diskettenllaufwerke angezeigt obwohl keine da sind?

Nein, war das jemals der Fall unter Windows Vista oder XP?

12. Gibt es eine Bash Alternative, bzw wie ist die PowerShell?

Ich habe die PowerShell nicht getestet, da es nicht nötig war auf eine Shell auszuweichen.

13. Gibt es eine Community an die ich mich wenden kann?

Nicht so direkt wie bei ubuntuusers.de. Die Community besteht glaub ich eher aus google.de

14. Kann Windows nun mit ISOs umgehen?

Es kann sie brennen, aber nicht als Loopbackdevice einbinden

15. Muss man immer noch so oft in der Registry rumfummeln?

Habe ich kein einziges Mal gemacht. Bei XP auch nur sehr selten.

16. Vermisse ich den Spaß des Konfigurierens und des Kompilierens?

Ja, ein bisschen ;)

Fazit

Der zweite Teil fehlt zwar noch, aber ich kenne die Antworten ja schon und werde an dieser Stelle schon das Fazit ziehen.

Windows 7 ist das beste Windows, welches Microsoft bislang auf den Markt gebracht hat. Und das auch schon vor SP1, ja sogar vor der offiziellen Markteinführung (Ja, Windows 7 gibt’s eigentlich noch gar nicht) Ich habe es insgesamt 4 Wochen lang als einziges Betriebssystem auf meinem Rechner gehabt und benutzt und war eigentlich auch ganz zufrieden. Mein täglichen Kram konnte ich gut erledigen. Gerade das Zusammenspiel mit dem iPhone ist natürlich um Längen besser als unter Linux. Allerdings bin ich nun doch wieder zurück zu Ubuntu. Warum? Hauptsächlich wegen 2 Gründen: Fehlende Softwarequellen unter Windows, was einhergeht mit ewigem Suchen im Internet nach Software und Patches, und die Fehlende Konsistenz in der Bedienung und der Oberfläche. Wobei, wenn man hier genau sein will, dann ist das eigentlich kein Problem von Microsoft, sondern der Softwarehersteller der Drittsoftware, die sich nicht an die GUI Richtlinien halten.

Das Gesamtpaket ist bei Ubuntu einfach stimmiger und im Großen und Ganzen besser auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Ich denke, dass OpenSource Software und vor allem Linux die Zukunft ist, in diesem Sinne, wieder da, zurück in der Zukunft!

09. Oktober 2009 von Jan
Kategorien: Planet, Sonstiges | 32 Kommentare

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Kommentare (32)

  1. Danke für den guten Artikel und das Beantworten der Fragen. Kurz und genau die richtigen Informationen. Ich denke auch, dass man über den Horizont blicken sollte, so kam ich zumindest auch zu Ubuntu und Fedora.

    7 wirkt sehr ausgereift und schmuck, ich habe es ebenfalls via MSDNAA Lizenz in einer VM laufen. Allerdings vermisse ich es so wenig, dass ich da noch keine Software drauf installiert habe – außer den Firefox. :)

  2. Ohne Windows wäre Linux nicht das, stimmt zu einem gewissen Grad. Natürlich versuchen Linux-Distributionen, sich Ideen von anderen Betriebssystemen zu holen. Umgekehrt aber auch: Ohne Unix sähe DOS ganz anders aus, ohne Apple Lisa hätte es Windows 1.0 nicht gegeben, und ohne sich was von Gnome oder KDE abzuschauen, würde Windows 7 anders aussehen. Übrigens (ich hab’s mir nicht installiert, weil ich es nicht für notwendig halte), gibt es ähnliche Taskleisten, wie in Windows 7, für Gnome schon lange.

    Diskettenlaufwerke: Unter Windows XP, leider ja. Sobald das Motherboard meint, es würde Diskettenlaufwerke unterstützen, auch wenn gar keines installiert ist, richtet XP ein oder zwei davon ein. Man kann jedoch anderen Laufwerken in den meisten Fällen die Buchstaben A: und B: über die Systemverwaltung vergeben. Manchmal muss man zuerst manuell den Diskettentreiber deaktiveren, in seltenen Fällen geht das auch nicht.

  3. Was mich an Windows immer derart gestört hat.

    Nach 1-2Jahren intensiver Benützung. Ist es derart zugemüllt so dass es nicht mehr zügig lief. Diverse Software dann nicht mehr sauber lief. Neuinstallation, kam für mich nie in Frage. Ich habe nicht die Zeit, sämtliche Einstellungen diverser Manuell installierter Software bei Neuinstallation nach Jahren noch zu wissen und wiederherzustellen. Das Gerät muß Funktionieren.

    Konkretes Beispiel:

    Windows XP:
    Notebook defekt (Displayschaden) im Jahr 2005. Mußte Notebook einschicken. Festplatte ausgebaut. 3Tage Arbeit um ein anderes Notebook mit dieser Festplatte (XP) zum Laufen zu bekommen. Lizenz Probleme, Treiber Probleme, BlueScreens.
    Hölle sage ich euch.. Wenn man damit Arbeiten muß und darauf angewiesen ist Hölle.

    2008 Hab ich Ubuntu installiert.. auf Tip eines Computer Gurus. Wollte der Sache eine Chance geben.

    Ende 2009 kaufte ich ein neues Notebook. November 2009 wieder Display defekt.. auch einschicken.. Diesmal lief
    Ubuntu drauf. (Vista hab ich nie angefaßt)
    Wieder Festplatte raus. In anderes Notebook eingebaut. Gestartet .. UND???

    Ich konnte sofort damit weiterarbeiten, als wäre nichts Passiert. Ein Traum.. Mir kommen jetzt noch die Freudentränen wenn ich nur dran denke!

    Wie siehts damit bei Windows 7 aus?
    Wenn Windows läuft ist ja schön, aber wenn es zu Problemen kommt. Dann ist man schon ziemlich im ArXXX. Bluescreens zu beseitigen ist kein Spaß.

    Linux ist Freiheit. Ich weiß das heute zu schätzen.

  4. Zitat: “Linux wird von Windows ignoriert, der Bootloader überschrieben. Aber wundert das wen? Mich jedenfalls nicht und ich habe es auch nicht anders erwartet. Warum sollte Microsoft auf andere Betriebssysteme, außer ihre eigenen Rücksicht nehmen? Microsoft ist ein kommerzielles, gewinnorientiertes Unternehmen und Ubuntu, bzw. Linux ganz klar die Konkurrenz. Völlig nachvollziehbares und durchaus legitimes Verhalten also.”

    –> Windows wird (X)(K)Ubuntu nicht ignoriert und zuverlässig in ein gewünschtes Dualboot-System eingebunden. Aber wundert das wen? Mich jedenfalls nicht und ich habe es auch nicht anders erwartet. Warum sollte Canonical nicht auf die Wünsche seiner Kunden eingehen (denn die sind es, die das Geld bringen)? Canonical ist ein gewinnorientiertes Unternehmen und Microsoft Windows zwar ganz klar die Konkurrenz, dennoch steht hier der Wunsch des Kunden an oberer Stelle, noch vor sinnbefreiten Ignoranzausbrüchen a la “wir sind das einzig wahre”. Ein völlig nachvollziehbares Verhalten also. Denn wir leben in einer vernetzten Welt und nicht unter einer Käseglocke namens “Windows”.

  5. dachte das wäre ein linux blog… *unsubscribe*

  6. Inhaltlich ist soweit alles oaky, zu Punkt 13, der Community, z.B. winsupportforum.de in meinen Augen eine sehr gute Seite ohne Sponsoring von MS, oder z.B. winhelpline.de.
    Die Geschichte hinter beiden Seiten kenne ich, MS ist nicht so sehr dran interressiert und sieht es ein wenig als “Konkurrenz”, aber das schmälert nicht die Qualität der als Community zählenden Seiten.

    P.S. ich breche keine Lanze für Windows, oder ein anderes OS, mir ist es wichtig das ich damit arbeiten kann.

    Ansonsten guter Artikel

  7. Ein interessanter Beitrag “DANKE!” . Vielleicht darf ich mir erlauben, kurz einen Link zu meinem Post in meinem privaten Blog zu verlinken, in dem es darum geht “WARUM ICH DEM PINGUIN TREU BIN” Er behandelt zwar die WinXP Version, denoch ist XP ja immer noch am meisten verbreitet.

    http://juergsprivaterblog.blogspot.com/2009/10/warum-ich-dem-pinguin-treu-bin.html

    Wenn nicht, kannst Du den Link ja wieder entfernen. Was zwar schade wäre, da er eigentlich das selbe Thema, nur aus einer anderen Perspektive und anderer Win Version behandelt.

    Gruss

    Vectrex

  8. Ein Kernel, drei Systeme? (Vista, Windows 7, Server 2003)

    Leider keine Ahnung, selber googlen

    Der Kernel ist gleich, aber Server 2008 ist mit aufzuzählen. Wenn du z.B. eine Livecd wie bartpe erstellen willst, und keine original Vista (W/7) DVD zu hand hast, kannst du ohne weiteres das ISO der 30 Tage Testversion vom Server 2008 nehmen.

    Die damit erstellte Live CD sieht zu 100% aus wie ein Vista. Neuere Versionen des bartpe Scriptes werden dann wohl wie W7 ausshen.

  9. Noch eine kleine Anmerkung zum überschreiben des Bootloaders:
    Dass dies Microsoft tut mag evtl. verständlich sein (aus denen ihrer Sicht), legitim ist das jedoch nicht. Mit welchen Recht will Microsoft mir vorschreiben wie viele Systeme ich auf meinem Rechner betreibe, und welche?
    Das ist zumindest Kunden-unfreundlich, für mich schon ein Grund KEIN Windows 7 auf meinen Rechner zum ausprobieren zu installieren.
    Sonst hast Du einen super Artikel verfasst, vielen Dank dafür.

  10. Danke für die Impressionen. Ich habe eben auch (Ultimate) installiert und muss sagen: Besser als ich gedacht hab:

    Bei der Installation fand ich es nur doof, dass Windows öfter neustarten musste. Ich musste aber nichts eingeben. (andere Festplatte vorher ausgestöpselt, auf der anderen ist nur Windows drauf, daher keine Bootloaderprobleme). Schön ist es, dass ich – obwohl ich die englische Version habe – deutsches Tastaturlayout auswählen konnte. Leider ohne Anpassungen.

    Bei den Treibern muss ich dir zustimmen, das ist richtig gut gelöst. Netzwerktreiber und Grakatreiber laufen ootb. Meine HDD-Soundkarte lief unter XP nur grausig, hier bis jetzt gar nicht. Aber da werd ich gleich mal nachgucken…

    Obwohl der Windowsexplorer nicht der beste ist, gibts eine Funktion, die ich mir schon lange für Nautilus wünsche. Ob Dolphin die hat, weiß ich nicht: Es gibt Libaries: Diese verhalten sich wie Ordner, allerdings wird der Inhalt mehrere Ordner gezeigt und einige kleine Funktionen hinzugefügt. Gut! (Wenn jmd. nen Nautilus-Addon kennt: Her damit)

    Das Design gefällt mir besser als ich dachte. Obwohl die Idee im Panel nur Icons anzuzeigen nicht neu ist, gefällt mir das bei Win7. Hier am Eeepc hab ich das auch und es sieht nicht gut aus, bei Win7 ists schick und brauchbar.

    Alles in allem muss ich sagen: Gute Arbeit, das Teil gefällt mir auf den ersten Blick recht gut. Für mich wird das Hauptsystem aber immer Linux bleiben, Windows ist ein reines Zockersystem. Wäre ich aber mit Win7 aufgewachsen, hätte ich vermutlich nie den Bedarf gehabt zu wechseln, bei XP hatte ich diesen.

    Grüße, Keba.

  11. @Gerald Klar, man muss sich ja irgendwo auch inspirieren. Ich denke einfach das ist ein Gebn und Nehmen in alle Richtungen. Warum auch nicht? Mit den Disketten ist mir noch nie aufgefallen. Liegt das dann daran, ob im BIOS ein Diskettenlaufwerk eingestellt ist?

    @Christian Ich kann mich ganz ehrlich nicht mehr dran erinnern, vor wie viel Jahren ich das letzte Mal einen Bluescreen gesehen habe und das obwohl ich den ganzen Tag mit Windows arbeite…
    Zum Thema zumüllen: Ja, das war ganz klar ein Problem von Windows XP. Wie es bei Windows 7 ist, kann ich nicht sagen, dafür müsste man es länger benutzen als ich es getan habe.

    @Steffen Canonical ist da auch in einer ganz anderen Lage! Die Ausgangssituation ist ja eher folgende: Die meisten Leute benutzen Windows. Das ist einfach so und das möchte Microsoft auch so belassen. Canonical hingegen möchte das ändern, und möchte so viele Leute wie möglich von Linux überzeugen. Also integrieren sie Windows mit ins Bootmenü und installieren sich parallel dazu. Man muss ja an Linux in gewisser Weise langsam “herangeführt” werden. Man soll es neben Windows mal ausprobieren und die Vorteile kennen lernen, allerdings nicht mit der Holzhammermethode. Canonical kann es sich zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht Erlauben so zu Handeln wie Microsoft.

    @jens schade. In erster Linie ist dies mein privater Blog, zu Themen die mich interessieren. Wenn da gerade mal Windows eine Rolle spielt, werde ich auch darüber bloggen. Sicherlich liegt der Schwerpunkt dieses Blogs auf Linux. Ich gehe davon aus, das du den Blog direkt, also nicht über einen Planeten abboniert hast, sind dann ein oder zwei “Themenfremde” Beiträge so schlimm? Hmm.. oder im Umkehrschluss: Alle anderen Beiträge sind so schlecht, das es sich nicht lohnt über die anderen mal ab und an hinwegzusehen.. :)

    @vectrex Danke :) Natürlich darfst du den Link hier posten, warum denn auch nicht? Hatte den Beitrag übrigens die Tage schon gelesen gehabt, war ebenfalls sehr interessant!

    @Roughtrade Danke, habe es oben ergänzt!

    @martin wie gesagt (und weiter oben in diesem Kommentar geschrieben) eine Zwickmühle in gewisser Weise. Da sind einfach ganz Knallhart die Finanziellen Interessen an erster Stelle.

    @Keba Danke für deine Eindrücke. Zu den Bibliotheken werde ich im Zweiten Teil noch etwas ausführlicher schreiben.

  12. Hallo!

    Habe den Artikel über den Planeten gefunden (das erste Mal, dass ich da reingeschaut habe). Vielen Dank, sehr interessant! Es freut mich, dass Microsoft mal wieder etwas richtig gutes hinbekommen hat!
    Aber was genau ist an dieser neuen Taskleiste so toll? Ich habe keine Ahnung und der Name sagt mir auch nichts. Aber ansonsten gibt’s wohl einige richtig tolle Neuerungen :) Wenn Linux sich etwas kopieren kann, dann ist das doch toll. Denn ehrlich gesagt ist mir auch egal, von wem eine Idee kommt. Für mich zählt, was ich am Ende habe, egal ob frei oder unfrei bzw. neu oder kopiert. Insofern bin ich dir also sehr ähnlich. Und es beruhigt mich, dass du zu Ubuntu zurückgekehrt bist, dann muss ich Windows nicht ausprobieren.

    Grüße
    Pas

  13. ja wichtig ist natuerlich das ein Betriebsysteem gut aussieht :)
    auch *unsubscribe*

  14. @maria ja, das ist wichtig. Man muss es sich ja jeden Tag anschauen. Wichtiger als das aussehen ist allerdings die Konsistenz der Benutzeroberfläche und zwar programmubergreifend. Das ist entscheidend für einen guten Workflow, jedes Programm hält sich an Standards und Richtlinien, jedenfalls unter Gnome bzw. KDE. Und das ist entscheidend.

    Was ich nicht verstehe: wegen dieser einen Aussage von vielen, die du auch sehr einseitig ausgelegt hast, willst du den ganzen Rest nicht mehr lesen und insubscribest meinen Blog? Versteh ich nicht. Aber vielleicht muss ich das auch nicht.

  15. Ich bin erstaunt über welche Themen hier alles disktutiert wird.

    Ob es gut aussieht ist doch wohl derart unwichtig. Wichtig ist das es funktioniert. Das ich nicht wieder alles neu kaufen muß.

    Scheinbar bin ich wirklich der einzige der mit Windows immer wieder auf die Nase gefallen ist.
    Ich verwalte viele PCs. In der Arbeit, Privat, bei Kumpels, bei Kunden, die ich Supporten muß. Es kommt mir vor wie eine Lebensaufgabe diese mit Updates, Virnentfernung, Trojanerentfernung uvm. zu beaufsichtigen. Aber mal davon abgesehen.

    Was macht ihr wenn dieses bunte Windows mal wieder den Dienst versagt. Sei es die HDD fängt an zu spinnen und man bekommt nichts davon mit. Oder Treiberupdate und Kiste läuft nicht mehr. Virus drauf. Oder Hardware ist defekt man braucht neue Kiste. Alles neu zu installieren ist ja der Wahnsinn.

    Ein OS muß sich mein Vertrauen erst erarbeiten. Wie in einer Beziehung. Und ich bin von W$ schon so oft betrogen,hintergangen und verarscht worden. Das eine Scheidung überfällig war.

    Ich kenne Leute die haben Vista auf ihrer Kiste.. kaufen XP weil Vista mist ist und kaufen jetzt Windows7.
    Irre. Was die Leute alles mit sich machen lassen. Unglaublich.

    Wenn M$ ein Fahrzeughersteller wäre, würde es die Firma schon lange nicht mehr geben.

  16. > und die Fehlende Konsistenz in der Bedienung und der Oberfläche. Wobei, wenn man hier genau sein will, dann ist das eigentlich kein Problem von Microsoft, sondern der Softwarehersteller der Drittsoftware, die sich nicht an die GUI Richtlinien halten.

    Bietet Microsoft denn überhaupt eine allgemeine Richtlinie an? Also in etwa so wie die Gnome Human Interface Guidelines: http://library.gnome.org/devel/hig-book/stable/
    Das wäre nämlich schon mal ein Anfang.

  17. Zu dem Problem Diskette: Ja, es liegt daran, ob man im Bios in der entsprechenden Einstellung eingetragen hat, dass ein 1,44″-Laufwerk vorhanden ist. In diesem Fall wird die auch unter Win angezeigt. Ob man aber dies nun kritisieren soll? Kann ja nichtmal MS was dafür. ;)

    Ansonsten toll, dass auch einige Leute nicht vergessen haben über den Linux-Tellerrand zu schauen. Das ewige MS-Gebahse halte ich für nicht wirklich angebracht und daher deinen Artikel für eine willkommene Abwechslung.

  18. Hallo Jan,

    ich finde deinen Artikel sehr interessant. Gerade das über-den-Tellerrand-schauen will ich in einem guten Blog sehen. Ich möchte in meiner Entscheidung, welche Software ich installiere und welche Betriebssysteme ich nutze, frei sein. Dazu gehört es natürlich, eine Auswahl zu haben und die Alternativen zu kennen.
    Für mich ist allerdings auch die Freiheit im Sinne der freien Software wichtig, von daher ist Windows bei mir keine Dauerlösung. Aber wer nicht bereit ist, dem Konkurrenten auf die Finger zu schauen, der verpasst womöglich den Anschluss an den Markt.
    Von mir gibt es einen gehobenen Daumen für deine Offenheit und einen gesenkten Daumen für die handvoll Scheuklappenträger.
    *subscribe*

  19. @Mike Ja, es gibt auch bei Windows Richtlinien http://msdn.microsoft.com/en-us/library/aa511331.aspx. Leider nützen 800 Seiten Richtlinien wenig, wenn sich nicht mal MS selbst daran hält.

  20. Zwei Fragen:

    1. wo hast du denn dein Windows 7 gekauft, und wieviel hast du dafür bezahlt?

    Und 2. welche NEUEN Features bringt Vista 7 nun mit sich, die es rechtfertigen viel bis sehr viel Geld (bis 399 Euro) dafür auszugeben, und die Windows XP bzw. Ubuntu nicht hätte?

    Die bekannten Windows Altlasten bringt es ja wieder mit (Virenanfälligkeit, kein wirklich fixes Booten (im Vergleich zu Ubuntu), zudem wird es wohl wie die Vorgänger immer langsamer, je länger es benutzt wird, laut dieser Studie: http://news.cnet.com/8301-13860_3-10370369-56.html?tag=pop

    Im übrigen finde ich den Beitrag hart an der Grenze dessen,w as ich noch unter planet.ubuntuusers.de erwarten würde – Vergleich hin oder her, aber für mich hat der Beitrag einen tendenziösen Unterton, den ich auf einem MSDN-Blog erwarten würde, aber nicht auf ubuntuusers.de. Vor allem fehlt jede Auseinandersetzung mit dem recht hohen Preis von Windows 7 und den m.E. weiterhin fehlenden Neuerungen, die dem Normaluser wirklich was bringen – während Ubuntu z.Bsp. grad einen AppStore einführt oder mit UbuntuOne CloudBackup serienmässig kostenlos bringt.

  21. @amd-linux Ich habe mein Windows über einen MSDNAA Account bezogen, also kostenlos. (Stand aber auch im Text recht ausführlich)

    zu 2.: Superbar, Bibliotheken, Homegroups, und die sonstigen Windowsvorteile wie: Es läuft einfach. Bessere Hardware- und Treiberunterstützung, mehr Auswahl an Spielen und Programmen (die alten Kamellen also).
    Dazu die sehr gute Integration (inklusive Programmen dazu) mit den Windows Live! Diensten wie Mail, Kontakte, Kalender, Fotos, Blogs, Onlinespeicherplatz (Also auch ein Cloudbackup!)…

    Bootzeiten… Mein Gott, ich verstehe die Diskussion um die Bootzeiten nicht…

    Zu den Altlasten: Ich denke die Geschichte mit den Viren, Spyware oder sonstigem muss sich erst noch zeigen ob da was besser geworden ist. Auch ist eine Langzeitstudie eines Betriebssystems, welches offiziell noch gar nicht released ist mehr als fraglich.

    Wenn sie dort aber wirklich grundlegend was ändern wollen, dann müssten sie komplett bei Null anfangen. Das könnte relativ schwer werden, wenn sämtliche Software die es bislang gibt dann nicht mehr läuft, Teufelskreis.

    Mit dem Preis auseinandersetzten. Ja, hmmm.. Ich finde ihn OK. Das ist ein riesen Stück Software welches jahrelang entwickelt wurde und in dem ne Menge Arbeit steckt, von Leuten die das hautpberuflich machen, die damit ihr Geld verdienen und davon leben müssen. Wenn man sich mal als Vergleich zum Beispiel Photoshop anschaut, welches noch deutlich mehr kostet, dann ist der Preis für Windows durchaus angemessen.

    Welchen tendenziösen Unterton meinst du? Das ich nicht, wie viele andere Linuxbenutzer, auf Microsoft eindresche, sondern auch mal was positives darüber sage?

  22. Ich wollte hier einmal ein Lob für diesen tollen Beitrag aussprechen und den Mut es im Ubuntuusers-Planet zu publizieren.

    Meiner Meinung nach lohnen sich Blicke über den Tellerrand fast immer, zumal wenn es sich dabei um den Marktführer bei Betriebssystemen handelt.
    Denn ohne einen Blick über den Tellerrand zu werfen kann man die Vorteile und Nachteile des eigenen Systems gar nicht bemessen. Man nutzt ja Linux nicht, weil es Linux ist, sondern wegen Vorteilen die man darin sieht.

    Zum Thema Virenanfälligkeit wird meiner Meinung nach übersehen, dass Microsoft hier seit Vista wirklich versucht hat was zu tun und es – sofern ich das beurteilen kann – wirklich besser geworden ist. Seitdem werden halt mehr und mehr Drittprogramme attaktiert aber dafür kann Microsoft ja wenig. Und vor dem Nutzer der bedenkenlos auf einen E-Mail-Anhang klickt ist kein Betriebssystem gefeit. Hätte Linux die Verbreitung von Windows möchte ich gar nicht wissen wie viele Leute einfach auf ein xyz.deb/rpm klicken.

    Bei den Kommentaren hier ist teilweise wirklich erstaunlich wie man so engstirnig durch die Welt laufen kann. Manchmal kann man da wirklich verstehen, dass Linux als Nerd-System verschrien ist.

  23. Guter Beitrag! :-)

    Virtuelle Desktops kriegt man mit einem Tool aus der SysInternals Suite hin (jedem Windows-Nutzer herzlichst zu empfehlen :-D).

    Und zu den Kernels:
    Server 2003 nutzt 5.2 (Nachfolger des XP-Kernels)
    Vista nutzt 6.0
    Windows Server 2008 nutzt den 6.0 (Vista)-Kernel.
    Windows 7 nutzt 6.1
    Window Server 2008 R2 nutzt 6.2 (also Nachfolger von Windows 7)

    Die Power Shell ist sehr UNIX-Like :-)
    Sehr schön ist auch die ISE (Integrated Script Environment)
    überraschung: Es gibt die Alias-Commandss (Abkürzugen/Synonyme) MAN, CP, LS, TEE, CAT… wo die wohl her sind…. *sich-frag* ;-)

    Das nur mal so als Anmerkungen…

    aber eins noch: Dieses OS-Bashing geht mir mittlerweile richtig auf die… na ja. Ihr wisst schon :-P

  24. Die Entschuldigung in den Kommentaren für das Überschreiben des Bootloaders als ist auch misslungen. Wenn ich eine Tafel Toblerone kaufe macht die nicht eine danebenliegende Lindt kaputt, und wenn das möglich wäre, und fände statt so wäre das nicht legitim.

    Wer dabei wie groß ist spielt überhaupt keine Rolle.

    Wenn ich Linux auf dem Rechner habe, dann ist das meine Entscheidung, und keine Rücksicht zu nehmen ist barbarisch – wieso soll eine große Firma barbarisch sein, eine kleine aber nicht?

    Du könntest Deine Argumentation genausogut umkehren: “Die meisten Leute benutzen Windows. Das ist einfach so und das möchte Microsoft auch so belassen. Canonical hingegen möchte das ändern, und möchte so viele Leute wie möglich von Linux überzeugen. Also löschen sie Windows vom Bootmenü und installieren sich parallel dazu. Man muss ja an Linux in gewisser Weise langsam “herangeführt” werden. Man soll es neben Windows mal ausprobieren und die Vorteile kennen lernen, allerdings nicht mit der Holzhammermethode. Canonical kann es sich zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht Erlauben so zu Handeln wie Microsoft.

  25. Pardon, mit der Maus abgerutscht.

    Der letzte Absatz sollte lauten:

    Du könntest Deine Argumentation genausogut umkehren: “Die meisten Leute benutzen Windows. Das ist einfach so und das möchte Microsoft auch so belassen. Canonical hingegen möchte das ändern, und möchte so viele Leute wie möglich von Linux überzeugen. Also löschen sie Windows vom Bootmenü und installieren sich alleine. Man muss die Leute ja ein wenig zu Linux zwingen. Man soll es statt Windows mal ausprobieren und die Vorteile kennen lernen, allerdings mit der Holzhammermethode. Microsoft kann es sich zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht erlauben so zu handeln wie Canonical.”

    Das klingt für mich genauso sinnvoll oder sinnlos.

  26. @Stefan hatte mich schon gewundert :)

    Es sollte in meinem Kommentar zum Thema nicht um eine Entschuldigung gehen. Ich habe lediglich versucht darzustellen, wie Microsoft denkt und das ich das durchaus nachvollziehen kann.

    Wenn ein Linux ein Windows ignorieren würde, wäre der Aufschrei der ehemaligen Windowsbenutzer immens! “Wo ist mein Windows hin? Hat mir dieses Linux etwa mein Windows gelöscht?” (Denn so stellt es sich ja vermutlich da.)

    Das wäre aus Imagegründen extrem schlecht für Linux und ein Großteil der Leute, die Linux einfach mal ausprobieren wollten, werden das vermutlich nach dieser Erfahrung nicht noch einmal tun.

    Wenn jemand Windows zusätzlich zu einem Linux installiert, ist dieser jemand vermutlich schon versierter und weiß um die Problematik bescheid.

    Also bleibt am Ende die Tatsache, dass Microsoft es sich einfach “erlauben” kann so ignorant zu sein (unabhängig davon, ob es moralisch verwerflich ist) und Linux Distributionen eben nicht, wenn man davon ausgeht, dass Linux sich weiter verbreiten soll.

  27. >Linux wäre ohne Windows nicht das, was es heute ist.

    Diesen Satz solltest Du eher umdrehen, dann wird auch ein Schuh daraus. Wenn Linux nicht da wäre, dann würde es jetzt kein Windows 7 geben. Vielleicht wären alle noch bei Windows 3.11 und OHNE INTERNET! Denn Linux hat den Internetboom erst möglich gemacht.

  28. Der MBR wird lediglich wiederhergestellt.

    Etwas anderes in den MBR reinzuschreiben ist normal auch nicht vorgesehen, also halten sich die meisten Linuxdistributionen daran nicht.

    Der normale Weg wäre, dass sie den Bootloader z. B. grub in die Linuxpartition installieren und diese dann aktiv setzen, dann würde die gebootet werden.

  29. @Arthur

    Ja mit seinen 1% Marktanteil ist Linux sicher der Mittelpunkt des Univsersums und nur durch Linux gab es Innovation, nur Linux kann die globale Erwährmung verhindern und nur ein Linuxuser wird als Jesus wiederkehren.

  30. @Wufi: Nun ja, da Linux-User normalerweise nicht mit Root-Rechten arbeiten, werden sie sich vermutlich was denken, wenn sie nach dem Anklicken eines E-Mail-Anhangs nach dem Passwort gefragt werden. Zudem das Fenster auch anzeigt, was eigentlich ausgeführt werden soll (nicht nur: “Passwort: “).

    Das Problem ist aber eher, dass Programme, wie Outlook, ungefragt Dinge ausführen, ohne den Benützer zu informieren. Outlook-Mails haben häufig einen Anhang, der da heißt: “winmail.dat”. Und das ist eine Steuerdatei für das Ziel-Outlook, die bereitwillig ausgeführt und von Outlook nicht um die Burg angezeigt wird, nur als Beispiel. Anders ausgedrückt: Das Hauptproblem von Windows ist, dass es so deppensicher zu sein versucht, dass es ungefragt Dinge am System verändert, um dem Benutzer Arbeit abzunehmen (und ihn nicht mit “lästigen” Fragen zu quälen). Man kann auch sagen: Es weiß besser, was der User will, als dieser selbst.

    Linux-Viren gibt es nur als Proof-of-Concept, aber sie scheiterten alle an der automatischen Verbreitbarkeit. U.A. deshalb, weil sich praktisch jedes installierte Linux vom anderen unterscheidet, da bei der Installation bereits der Kernel an die HW und an das Zielsystem angepasst wird (abgesehen von den -zig Kernelvarianten, Distributionen und Abhängigkeiten der einzelnen Bibliotheken untereinander), während Windows ein und denselben Kernel sogar für 4 verschiedene Betriebssysteme (wie weiter oben steht) verwendet.

    @Artur:
    Auch dir würde ein kleiner Blick über den Tellerrand nicht schaden. Es gibt nämlich nicht nur PCs, sondern auch Server, Handys, Videorekorder, sogar so komische vierrädrige Dinge Names Autos etc. Nennt man alles, was einen Prozessor enthält, Computer, hat Linux einen Marktanteil von mindestens 30 %. Unix-Derivate insgesamt haben einen Gesamtmarktanteil von fast 90 %! (Fast jede[r] Router, Netzknoten, Telefonanlage etc. läuft auf einem Unix-Derivat.)

    Nicht Linux, Windows ist der Exot, der fast nirgends läuft und fast keine Hardware (außer PCs) unterstützt! Aber selbst auf PCs ergeben Studien ein interessantes Bild: Je gebildeter die Benützer sind und besonders, je mehr IT-Kenntnisse sie haben, desto weniger Marktanteil hat Windows und desto mehr MacOS X und Linux. (Im Webstandard, also jenem Teil von http://derstandard.at, der sich mit IT beschäftigt, liegt der Anteil von Windows bei 78 %, der von MacOS X bei 14 und der von Linux bei 8%.)

    Nur so: Wer mit Windows glücklich ist, soll es gerne verwenden. Linux strebt keine Weltherrschaft an, sondern ist wie ein guter Freund, der seine Dienste uneingennützig anbietet.

  31. Um das Windows-Feeling unter Ubuntu zu nutzen, könnte ich dir DockbarX empfehlen. Mir fehlt unter Windows die Editierbarkeit, daher nutze ich Linux.

    Schöner Artikel auf jeden Fall.

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