Berufsschule die Zweite, alles bleibt beim Alten – Und wird noch schlimmer!
Vor einiger zeit habe ich meine Erfahrungen mit der Berufsschule niedergeschrieben. Damals hatte ich den ersten Block hinter mir und war doch eher schockiert. Nun gut, ich wollte allerdings auch nicht zu vorschnell urteilen und gab der Schule noch ein paar Blöcke Zeit und hoffte auf Besserung. Doch genau das Gegenteil ist eingetreten.
Ich weiß nicht, ob so ein Artikel in den Planeten gehört, doch denke ich, dass er ein möglichst großes Publikum braucht, welches auf die Problematik aufmerksam gemacht wird. Auch weiß ich nicht, ob ich mich einigermaßen beherrschen kann, ich werde es wenigstens versuchen!
So, wo fange ich an? Nehmen wir Politik. Wir haben als Lehrkraft einen Professor einer Universität, der für ein paar Stunden die Woche in der Berufsschule unterrichtet. Der Unterricht besteht zu 95% aus Referaten, die am Anfang des Schuljahres verteilt worden sind. Pro Doppelstunde werden zwei, manchmal auch drei Referate gehalten. Didaktisch äußerst wertvoll wie ich finde. Nach jedem Referat wird dann einige Zeit diskutiert, eigentlich ganz ok, wäre da nicht die Meinung des Professors, die immer richtig ist. Unsere dagegen meist falsch. Es ist geradezu unübersehbar wie wenig er von uns hält, bzw. wie viel von sich selber. Arrogant trifft es wohl am ehesten.
Nächstes Fach: Englisch. Ich bin nach dem äußert schwierigen Einstufungstest in einen der beiden A-Kurse gelandet und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Aber außer gelegentlichen Gesprächen auf Englisch oder Aufgaben wie “Schauen Sie sich eine Bewerbung auf Englisch und eine auf Deutsch an und vergleichen Sie” hu.. Anspruchsvoll. Die Härte allerdings ist unsere Klausur. Wir schreiben keine, sondern müssen eine schriftliche Leistung abgeben. Sie besteht darin, einen ca. 300 Wörter starken Artikel aus einem Cisco Workshop ins Deutsche zu übersetzen. Dafür haben wir 5 Wochen Zeit. Zu Hause wohlgemerkt! Bin ich im falschen Film? Schlau allerdings von Cisco. Sie bekommen so eine kostengünstige Übersetzung ihres Lehrangebotes.
Weiter geht’s: Anwendungsentwicklung. Aufgeteilt ist dieses Lernfeld in zwei Kurse: Java und HTML/CSS (PHP) und ach ja, seit letzter Stunde, nachdem wir anscheinend HTML und CSS erschöpfend behandelt haben und PHP in einer 15 minütigen PowerPoint Präsentation abgehandelt worden ist, auch noch C++. Wobei C++ etwas zu weit her geholt ist. Man nehme den C++Builder, klicke sich seine GUI anhand eines Flashfilms zusammen, schreibt 5 Zeilen C++ Code dazu, und hat ein lauffähiges Programm. Somit hat man am Ende des Schuljahres eine umfassende Kenntnis in drei (wow!) Programmiersprachen. Wäre jedenfalls schön wenn es so ist. Leider bringt es rein gar nichts 3 Programmiersprachen anzufangen in einer gesamt Unterrichtszeit von 3 Monaten.
In HTML sollten wir als Aufgabe nach und nach unsere eigene Homepage erstellen. Um dies zu bewerkstelligen wurden zu den Einzelnen Themen Referate gehalten. (Wer hätte es gedacht?) Das es allerdings methodisch keinen Sinn macht, anderen Leuten was beizubringen, in dem Schüler, die vom Thema ebenfalls keine Ahnung haben, ein Referat anfertigen, sollte eigentlich jedem einleuchten! Als dann noch die Ansage kam, die Homepage würde nicht bewertet werden, war es vorbei. Computerspiele, Chatprogramme und Filme regierten den Unterricht und die Lautstärke wuchs ins Unermessliche.
Abgesehen davon, wie kann es sein, dass ICH den Lehrer regelmäßig berichtigen muss, weil er vorne einfach faktisch falsche Sachen zum Besten gibt?
Einfache IT-Systeme. Ich wusste nicht, dass man sich 2 Stunden lang mit den Vor- und Nachteilen von einem Tintenstrahl- gegenüber einem Laserdrucker beschäftigen kann. Zuvor hörte man ein Referat über Lautsprecher und eins über, tadaa, Drucker… Und schwupps waren wieder 4 Unterrichtsstunden komplett sinnlos gut genutzt. Nicht zu vergessen die ganzen anderen Referate jedee Woche… (hab ich schon erwähnt das wir den ganzen Tag nur Referate hören und halten?)
Elektrotechnik ist auch ein ganz großes Fach. Regelmäßig bekommen wir Vermutungen zu hören, was wohl Aliens denken würden, falls sie auf die Erde kommen und eine MP3 neben einer Verlustfreien CD hören. (Aliens haben nämlich außergewöhnlich gute Ohren! Wusste ich bis gestern auch nicht…) Auch nette Geschichten über Uri Geller oder die Zukunft in 20 Jahren sind ein tolles Thema. Nicht zu vergessen sind große Enthüllungsgeschichten über David Copperfield.
Als wenn das alles nicht genug wäre, kommt auch noch die völlig willkürliche unverständliche Benotung hinzu. Das Spektrum der Referate reicht von 1 – 6. naja, meist eher von 3 – 6. Die dazugehörigen Noten hingegen schwanken zwischen 2- und 3+. An der Stelle mal ein Zitat: “Also die Fachkenntniss war ja jetzt nicht so hervorragend, da hat einiges gefehlt, da kann ich nicht mehr als 85% geben.” Ähm, hallo? Es fehlte grob alles Wichtige, und das was gesagt wurde, war größtenteils falsch. 20% Fachkenntniss wären noch extrem großzügig gewerden. Warum sich nachmittags stundenlang hinsetzen? Warum nicht einfach ein Vortrag aus dem Stehgreif halten und dafür halt statt 90% nur 85% bekommen?
Allerdings scheint es, als sei so der normale Lehrplan und als würde man gut auf die IHK-Prüfung vorbereitet werden. Jedenfalls behaupten das unsere Lehrer. Und man solle ja auch bitte nicht an der Kompetenz der Lehrer und des Unterrichtes zweifeln!
Auch meine Klassenkameraden tragen einen großen Teil zu meinem Unmut bei. Nur weil da ein paar Deppen rumsitzen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, oder die einfach überhaupt keinen Bock haben sinkt das Niveau des Unterrichtes auf unter Null! Da sind Leute dabei, ich weiß nicht wie die ihren Job bekommen haben. Dummerweise wird auf solche Leute Rücksicht genommen. Das geht aber einfach nicht. Mein Gott, nur weil da ein paar Idioten sitzen. Ein großes Problem ist dabei die fehlende Motivation und das fehlende Durchsetzungsvermögen der Lehrer. Aber ich kann doch den Lehrer nicht erzählen wie sie ihren Unterricht gestalten sollen? Das ist auch nicht meine Aufgabe!
Wie soll man nun mit der Situation umgehen? Das wirksamste, und auch das einzige was in dieser Situation, und bei solchen Leuten hilft, ist der Druck über die Noten. Macht jemand eine Stunde lang nur Scheiße, dann bekommt er halt ne 6 in der mündliche Note. Macht er es das nächste mal wieder, dann wieder ne 6. Ich würde wetten, dass es nach einer Woche hervorragend läuft. Und wenn dann halt jemand am Ende das Schuljahr nicht schafft, dann hat er halt Pech gehabt. Entweder er ist einfach nicht gemacht für diesen Beruf, oder man sollte nochmal an der persönlichen Motivation arbeiten. Es kann einfach nicht sein, dass die ganze Klasse unter dieser Problematik leiden muss.
Und als wäre das alles nicht genug, nehmen wir jetzt das nächste Projekt in Angriff:
Statt zwei Wochen Berufsschule im Block lieber vier Wochen, oder vielleicht lieber jede Woche einen Tag das ganze Jahr durch? Ähm, ja nee is klar… Man soll sich den Scheiß also statt zwei Wochen wie bisher, dann vier Wochen lang antun anhören. Aber genau das soll sich ja laut Aussage des Schulleiters dadurch ändern! Wer’s glaubt… Ich tue es nicht. Warum sollte man nicht in zwei Wochen intensiv an einem Thema arbeiten können? Warum braucht es dafür vier? Warum kann ein Lehrer in vier Wochen besser benoten? Oder Warum ist ein Lehrer in einem vier Wochen Block motivierter? Fragen über Fragen. Wenn ich sehen würde, dass sich die Lehrer (ja, und auch die Schüler sollten an dieser Stelle nicht außen vorgelassen werden) in den zwei Wochen bemühen guten Unterricht zu machen, dann fände ich den vier Wochen Block gar nicht so schlimm. Schlimm aber finde ich, den vier Wochen Block als Ausrede für mangelnde Leistung seitens der Lehrer her zunehmen und zu behaupten, dass alles besser werden würde durch diese bescheuerte Maßnahme!
Was passiert wenn ich mal länger krank bin und einen Block verpasse? Dann fehlt mir ein Großteil des gesamten Jahresunterrichtes! Umgekehrt auf Lehrerseite dasselbe.
Ich denke die Schule hat ihre Probleme ganz woanders und diese neue “Idee” verlagert sie nur. Ich bin extremst davon überzeugt, dass der Unterricht in einem längerem Block NICHT besser wird.
So, bevor mir nun endgültig der Kragen platzt, soll es das an dieser Stelle erstmal gewesen sein… Tut mir leid, falls es überdurchschnittlich viele Rechtschreibfehler sind, ich bin einfach echt geladen momentan. Heute in der Schule fehlte ein Kommentar über Aliens und ich wäre aufgestanden und gegangen.
Ich würde mich über eure Eindrücke in den Kommentaren freuen. Vielleicht ist ja auch ein Berufsschullehrer dabei?
NACHTRAG:
Ich möchte den Artikel gerne nochmal neu bewerten, besser gesagt, ich weiß, dass ich gestern echt schlechte Laune hatte, und der Artikel dementsprechend sich auch anhört. Gut, die Inhalte stimmen zwar weiterhin, aber man hätte es durchaus mit etwas mehr Fakten und Sachlichkeit angehen können. (Trotzdem denke ich, ist mein Standpunkt deutlich geworden)
Ich hab mir gestern Abend noch den Rahmenlehrplan für meinen Ausbildungsberuf angeschaut. Das gute ist, wir machen alles, was ihm Rahmenlehrplan steht. Das schlechte ist, dass die Lehrer dabei einen sehr großen Spielraum haben. Eigentlich ist so etwas ja zu begrüßen, der Unterricht könnte dadurch individuell gestaltet werden. Das funktioniert aber nur, wenn auf Lehrer- und auch auf Schülerseite eine entsprechende Motivation vorliegt.
Zum Thema Referate wurde ich auch mehr oder weniger im Rahmenlehrplan fündig. Dort heißt es
Den Ausgangspunkt des Lernens bilden Handlungen, möglichst selbst ausgeführt oder
aber gedanklich nachvollzogen (Lernen durch Handeln).Handlungen müssen vor den Lernenden möglichst selbständig geplant, durchgeführt,
überprüft, gegebenenfalls korrigiert und schließlich bewertet werden.
Klingt ja erstmal nicht schlecht. Eigentverantwortliches Arbeiten ist ja zu begrüßen, aber bedeutet das dann, das die Lehrer sich zurück lehnen und ihren Unterricht komplett durch Referate ersetzen dürfen?
Wie kann die Situation nun besser werden? An den Schülern braucht man nicht mehr rum zu erziehen. Dafür sind sie zu alt, und das sollte auch nicht mehr die Aufgabe eines Berufsschullehrer sein. Bleibt also der Weg über freundliches Bitten um Ruhe, bis letztendlich in letzter Konsequenz hin zu Vergabe von schlechten mündlichen Noten, und das anziehen des Stoffes. An der Universität wird gnadenlos ausgesiebt in den ersten 2 Semestern. Warum wird es in der Berufsschule nicht auch so gehandhabt? Natürlich muss es nicht ganz so stark sein, aber die zwei bis drei schwächsten wären raus und es würd die ganze Klasse von profitieren. Mehr PCs pro Leute, nicht mehr so laut im Raum und mehr Niveau beim Stoff.
Wenn die Schüler dann dementsprechend motiviert sind, sollte auch der Lehrkörper mitziehen. Auch wenn es eigentlich anders herum sein sollte…
Und eben diese Maßnahmen sind auch hervorragend in einem zwei-Wochen Block zu realisieren, bzw, kann man sie jetzt nicht umsetzen, kann man sie auch in 4 Wochen nicht umsetzen.
An diejenigen die mir raten eine Uni oder FH zu besuchen: Das habe ich schon in 4 Semestern BWL versucht :) War nichts für mich, das hat aber andere Gründe. Und ich bin ja nicht mit meiner Ausbildung unzufrieden. Ich bin mit meiner Ausbildung im Betrieb mehr als zufrieden und könnte mir keine Bessere vorstellen. Ich bin voll eingebunden, habe ordentlich zu tun und bekomme verantwortungsvolle Aufgaben. Es geht mir momentan rein um die Berufsschule!
Vielen Dank an der Stelle nochmal für euer Feedback und eure Erfahrungen. Und ja, ich nehm’s wie ein Mann ;)
NACHTRAG 2:
Mittlerweile ist dieser Blogeintrag auch bei unseren Lehrern angekommen und ein Lehrer sprach mich direkt drauf an. Seine Reaktion zu meinem Eintrag ist durchaus positiv zu bewerten. Er hat Stellung genommen zu den Anschuldigungen die ihn betrafen und wir haben in einem gemeinsamen Gespräch im Klassenrahmen und privat ein wenig diskutiert. Er versprach seinen Unterricht im Rahmen seiner Möglichkeiten nun etwas anders zu Gestalten und mehr Konsequenz an den Tag zu legen. Na also, es geht doch! Daumen hoch dafür!

Radfahrer, Jogger, Fachinformatiker, Internetjunkie, 1983er, Blogger, HuWAG, Applejünger, Nichtraucher, Canon 450D, iPhone, Hannover, Schokolade, Californication, Friends, HIMYM, Dexter, TAAHM, Linux




Kommentare (45)
Danke für diesen offenen Bericht.
Ohje. :(
Und ich dachte an unserer Schule wäre Informatik ein grausam unterichtetes Fach …
Hi,
Ich bin echt schockiert über diese Berufsschule. Darf ich fragen an welcher du bist?
Ich bin etwa im selben Alter wie du (2. Lehrjahr), besuche auch die Berufsschule aber in der schönen Schweiz.
Zu meiner Erfahrung / Schule kann ich sagen, klar gibt es Situationen wo der Lehrer Mist erzählt und es nicht einsehen will oder ein Störenfried und der Lehrer greift nicht durch, aber ich finde, dass ist noch kein Vergleich zu dem, was du hier schillerst!
Gibt es den bei euch keine höheren Instanzen, an welche du dich wenden könntest? Bei uns gibt es diverse, welche genau für solche Fälle zuständig sind / wären.
grz
compr00t
Danke vielmals für den eindrücklichen Bericht. Deine Erfahrungen erinnern mich am ehesten noch an meine Schulzeit, allerdings in anderen Fächern (Informatik war halbwegs brauchbar). Nimm’s wie ein Mann und trage es mit Fassung.
Ich bin schockiert, dass sich das auch in einer Berufsschule hält. Momentan bin ich auf einem Gymnasium und erlebe dort ähnliches. Über 3/4 der Schüler passen nicht auf, stören und kriegen am Ende eine 3+. Ich hoffe ja, dass die bei den Prüfungen endlich mal sehen, dass es so nicht gehen kann, denn von Lehrern wird praktisch gar nicht durchgegriffen(und ich bin nicht konservativ und “die Jugend von heute” oder so drauf, aber wer bspw. im Unterricht nach mehrfachen Ermahnungen noch laut Karten spielt oder im Computerraum ständig die Lautstärke der Flashgames aufdreht gehört rausgeschmissen).
Offenbar geht etwas im System grundlegend falsch, wenn selbst auf einer Berufsschule, wo die Leute in der Regel offiziell erwachsen sind, viele noch so kindisch/unreif/dumm/bösartig sind.
Du hast zwar Recht, gehört aber nicht in den Planeten, ich bin im ersten Lehrjahr und bei mir gehts ähnlich ab. Aber das war mir von Anfang an klar, IT Kram lernt man am besten zuhause und ab und an fragt man jemanden, der davon Ahnung hat. Deswegen kaufte ich mir den Asus 900A zur Zeittotschlagung in der Schule ;)
Hi. Ich habe Elektroniker FR Automatisierungstechnik gelernt und bei mir war es im Großen und Ganzen genauso. Wenn nicht sogar deutlich schlimmer.
Da freut man sich zuerst endlich einen leichten Stoff zu haben aber mit der Zeit wird die Unnützigkeit der Berufsschule in der jetzigen Form nur noch unerträglich. Auch bei mir waren alle Lehrer bis auf einen oder zwei extrem unmotiviert und teilten einfach nur nichtssagende Blätter aus.
Du kannst froh sein wenn du einen interessanten Betrieb hast, der dich auch mal was anderes als immer die altäglichen Aufgaben tun lässt. Die Berufsschulzeit kann man nach meiner Erfahrung zu 75% einfach vergessen.
Erschreckend… man erkennt alles sehr gut wieder… alles… kaum zu glauben, wie sich die Aussagen wiederholen, bei jedem, den ich dort kenne.
Moin,
Ich studiere an einer Fachhochschule Informatik und hatte noch nie wirklich Kontakt zu Berufsschülern, aber was du hier schilderst verstärkt doch mein klischeebehaftetes Bild von diesen Menschen. Wenn du fleißig bist, würd ich dir empfehlen Fachabi zu machen und dann auf ne FH zu gehen.
MfG
Also ich studier Wirtschaftsinformatik und hab solche Geschichten auch schon über nen Freund gehört. Mir tut der echt leid, dass manche “Vollspacken” es einfach net gebacken bekommen und die Ausbildung an der eigentlich nur ne Lachnummer ist… dass der in seinem Betrieb dann auch nur rund 300€ bekommt ist da schon der nächste Aufschrei.
Aber das mit dem Prof von der Uni kann ich nur abnicken. Die sind an der Uni auch nicht anders. Meinung bildet man sich selbst, Wissen eignet man sich an. Manchmal ists eben unnützes Wissen, wie z.B. der will das so präsentiert haben, obwohl man selbst anders denkt.
Mein Tipp:
Motivier dich selbst und lerne mehr. Ich kenne z.B. auch jemanden, der hat Bundeslandweit die beste Ausbildung abgelegt. Das ist z.B. für nen Studium oder fürn zukünftigen Arbeitgeber nen rotes Leuchtsignal. Da kannste deinen Kameraden, die zu blöd für den Job sind, ne Hake schlagen. Das sind 3 Jahre, die gehen auch vorbei.
(Wobei das aber nichts an der Tatsache ändert, dass die Situation an sich total peinlich ^10 ist.)
Hi,
bei mir liegt die Ausbildung schon länger zurück und war noch was anderes. Erst als ich fertig war gab es den Lehre für Fachinformatiker. Was ich dann darüber hörte war ähnlich unterirdisch wie Deine Beschreibung. Irgend sowas wie Kurse über Windows installieren.
Meine Ausbildung war Kommunikationselektroniker Fachrichtung Informationstechnik. Offiziell abgekürzt als KEIN (Egal wie klein das Feld “Beruf” auf einen Formular war, ich hab immer die Langform genommen)
Politik bedeutete auch damals Referate halten mit Diskussion. Diese haben aber deutlich was gebracht, auch wenn ich das erst im Nachhinein verstanden habe. Der Lehrer hatte immer eine andere Meinung als die Klasse, aus Prinzip und er konnte gut argumentieren. Ich denke für Politik ist das auch eine passende Lehrmethode.
Zu dem IT Kram, den kann man wirklich vermittelt bekommen. Das hab ich aber nicht in der Ausbildung erfahren, sondern im FH Studium was ich danach machte. Die Informatik in der Ausbildung war nicht gerade gut.
Unterm Strich kann ich aber sagen, das sich die Ausbildung gelohnt hat durch die praktische Arbeit und damit verbundene Erfahrungen. Auch waren die Lehrer im Elektrotechnik wirklich gut und haben einem viel abverlangt. Es waren aber auch wirklich gute Lehrer, auf ihre besondere Art.
Im Studium habe ich dann gemerkt wie viel mir die Ausbildung und das Nebenjobben als Programmierer gebracht haben. Vorlesungen wie Software Engineering kann man, nach meiner Meinung, deutlich besser verstehen wenn man bereits Erfahrungen gesammelt hat.
In meiner heutigen Berufspraxis sehe ich die Ausbildung zum Fachinformatiker als eher unglücklich für den Auszubildenden an. In der Berufsschule wird zu wenig vermittelt und die Firmen bilden genau für ihre aktuelle IT Landschaft aus. Das hilft einem wenig wichtige Konzepte zu verstehen oder bei einem Firmenwechsel.
Daher mein Tipp entscheide Dich die Ausbildung durchzuziehen oder abzubrechen und eher zu studieren. Der zweite Bildungsweg klappt gut FOS und dann FH. Wobei eine abgebrochene Ausbildung im Lebenslauf nicht gut kommt.
Daher wenn Du die Ausbildung durchziehst lerne den Arbeitsplatz und die Berufsschule zu refactoren. Es ist eine bezahlte Zeit in der Du Leistungen erbringen musst, wenn Du das aus dem Ärmel schütteln kannst wunderbar. Dann hast Du mehr Zeit dich für deine Person weiter zu Qualifizieren. Arbeite zB an Open Source Projekten aktiv mit. Solch eine Erfahrung wird in Zukunft immer wichtiger. Open Source wird für traditionelle Firmen immer attraktiver. Die Zeiten wo das als Spielkram betrachtet wird hören gerade auf. Das heißt nicht, dass eine Bank oder Versicherung alle PCs auf Linux umstellt, zumindest nicht heute, aber sie brauchen Leute die das Wissen um die Software haben und diese Stück für Stück im Unternehmen etablieren. Für Garantien werden dann die Unternehmen hinter den Open Source Projekten bezahlt.
Die Qualität der Ausbildung hält halt vom Menschen der unterrichtet ab. An der FH/Uni hast Du wohl bessere Chancen jemanden zu finden ,der gut ist. Die haben schon länger sortiert.
Ich für meinen Teil hatte in der Ausbildung und im Studium Glück mit den Lehren. Relevante Konzepte lernt man aber nach meiner Erfahrung im Studium und besonders gut wenn man Praxis hat.
Die kindischen Leute aus der Ausbildung hat man im Job immer noch, aber die machen es einem leichter wenn man mehr Gehalt bekommen möchte :).
Vielen Dank für deinen Bericht!
Das ganze erinnert mich an manche Fächer bei uns am Gymnasium. Ganz abgesehen von IT (Ich habe immer noch nicht raus, was diese Buchstaben zu bedeuten haben. Informationstechnologie zumindest nicht.) sieht es in einigen Fächern genauso aus.
Die eine Hälfte will nicht aufpassen, die andere will, macht es aber dennoch nicht.
Da das Niveau teilweise aber so niedrig ist, dass man zum Schlafen mehr Intelliegenz braucht, ist das ja zum Glück nicht wichtig. Jeder Idiot wird mitgeschleppt, auch wenn er _nichts_ kann.
Beispiel Latein:
In der 11. Klasse (wir hatten seit der 5. Klasse Latein…) kann es doch nicht sein, dass man die Texte vom Lehrer mit Einrückungen ausgeteilt bekommt.
Das sieht dann so aus:
Hauptsatz
Nebensatz
Hauptsatz
Nebensatz
eventuell noch einer
Ende des Hauptsatzes.
Und dann bekommen wir am Ende dieses Jahres das große Latinum in die Hand gedrückt. *gähn*
Allerdigs scheinen wir echt Glück zu haben.
Unsere Englischlehrerin ist genial (_wirklich_ genial. Sowas hat man noch nie gesehen) und extrem fair und menschlich. Die Naturwissenschaften sind auch zu ertragen.
Ein kleiner Haken sind nur Gemeinschaftskunde und Geschichte (beides die selbe Lehrerin).
Die ehrenwerte Lehrperson steht auf dem Standpunkt, eine 68erin zu sein. Dumm nur, dass es für sie nur eine Meinung gibt: Ihre. Für mich bedeutet 68er sein, nicht die Meinungen von vor 40 Jahren beizubehalten und sich daran festzuklammern, sondern offen für neue Ideen zu sein.
Nunja. Viel Spaß noch bei deiner Ausbildung!
Sebastian
Finde dich damit ab. Das wird noch schlimmer.
Was tun, wenn du 4 Wochen krank bist und den Block verpasst hast? Dich freuen, weil du nichts verpasst hast!
HTML wäre ja nicht verkehrt, wenn die aktuelle Entwicklung berücksichtigt worden wäre. Webseite mit FRAMES aufzubauen? Mhhh ich weiß nicht so recht.
UML wird immer noch auf dem Stand von 1.3 unterrichtet, C++? Das ich nicht lache!
Druck über die Noten? Als ob die Noten nicht auch so ohne Bezug auf Leistung vergeben werden. (und damit meine ich miese Noten). Denn Klausuren die wir schreiben, sind keine Klausuren sondern 10 min Multiple- Choise Tests ohne wirkliche Lernzielkontrolle… Mündliche Noten? Der besagte Professor- Lehrer will auch nach mehreren Blöcken den Namensschild haben. Und wie oft habe ich den Satz gehört “mhhh… ja… ich glaube Sie haben ab und zu was gesagt… ist ne 3+ mündlich”….
Ach ja, das waren noch Zeiten in der Ausbildung. Das schlimmste waren auch bei mir die Vollpfosten in der Klasse. Aber so muss mans halt hinnehmen. Das Niveau st an deutschen Berufschulen mist. An meiner FH haben sich lediglich die Lehrenden geändert, das gros der Kommilitonen kannst du in der Pfeife rauchen.
oh man das ist echt schlimm. ich habe mal einen probetag an einer berufsschule mitgemacht und da wars eig noch schlimmer. die meiste zeit wurde von den lehrer auf den selben schülern rumgehackt die die lehrer allersdigns auch absichtlich vfertig gemacht haben. ich habe mich nach meienr realschule (trotz jobangebot) doch entschieden lieber abi zu machen und später zu studieren.
und die klasse in die ich gekommen bin is welten von der anderen entfernt. das sind alles schüler die WOLLEN und das merkt man auch. einige kurse sind mit 10.klässlern zusammen (keine vorurteile gegen 10. klässler ich war auch mal einer :)) aber das ist ein ganz anderes neveau und ich hab in diesem politikkurs den gleichen lehrer den ich als informatiklehrer habe.
der informatik kurs war freiwillig was heißt das auch alle dort wirklich WOLLEN und dem lehrer macht es auch sichtlich spaß und auch wenn die einen oder anderen das schon kennen oder so sind es imer interessante und lehrreiche stunden.
doch in politik bei dem gleiche nlehrer ist es eine kathastrophe. ich glaube BEIDE seiten müssen wollen. und auf berufsschulen wollen nunmal nciht viele. viele sehen das nur als witz an weil sie ja ihre ausbildung in der tasche haben und wenn sie da leicht gute noten kriegen ist ihnen das nur recht ob sie was lernen oder nich wen scherts.
und wenn da die lehrer so motiviert sie auch sein mögen mti der zeit abstumpfen und sie einfach referate machen lassen kann ich ihnen das nicht verübeln. aber eine klasse die ncith will zu motivieren ist sehr schwer. auf der realschule hatte ich auch eine kalsse wo 80% nix gemacht haben. sie haben alle ihren realschulabschluss bekomen mit 2,8 bis 3,8 oder so und haben jetz meistens auch irgend ne ausbildung.
nur wenige haben wirklich etwas geamcht und das hat sich auch ausgezahlt. es bringt auch was wenn man sicher vllt mal in der pause mit nem lehrer unterhälgt, ihm ne frage stellt und zeigt das man sich wirklich dafür interessiert denn wenn der lehrer sieht das immerhin ein paar dabei sind die was lernen wollen wird der lehrer sich eventuell etwas mehr mühe geben.
naja ich schreib schon wieder viel zu viel ich wollte bloß sagen das ist an vielen schulen so aber es liegt immer daran wie die schüler UND die lehrer motiviert sind.
Hallo
ich las mit Eifer deinen Artikel im uusers-planet
Ich kann sehr gut nachempfinden, was du in deiner Schule durchmachen musst.
Zum glück ist das bei mir in den meißten Fächern nicht so schlimm.
Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich wie zB dennis imo aufs berufliche gymnasium gehe. Da ist der Unterricht meißtens qualifiziert und die meißten Lehrer sind auch wirklich motiviert (natürlich gibt es da immer Ausnahmen)
Einige Schüler tun allerdings so als ob sie es gar nicht nötig hättten, auf so eine Schule zu gehen. Und deswegen kann ich mir gut vorstellen, wie bei dir der Unterricht abläuft. Mich nervt es auch, wenn im Unterricht (Informatik ist da das meißte Problem) so viel Zeit verschwendet
wie hier http://xkcd.com/519/ zu sehen ist, scheint deine erfahrung bestätigt zu werden. Vielleicht hättest du über deinem Beitrag noch mal schlafen sollen, dann hättest du die Sachen sauberer Trennen können. Manchmal versteht man nicht so richtig wie die Situation denn ist… dann leitest du viel davon ab… erzählst wieder… alles in allem ein bisschen durcheinander?
Gibt es denn sinnvolle Lösungsmöglichkeiten? hast du mal mit ein paar deiner mitschüler gesprochen? mit einem lehrer? ich weiß dassd das nich so einfach ist, wie ichs jetzt hier hin schreibe….
Unglaublich, aber ähnliche Erfahrungen durfte ich in meiner Berufsausbildung zum ITSE machen. (1½ Jahre her)
Es ist einfach immer das gleiche…
Kann ich alles nachvollziehen, ich hatte auch den Großteil dieser Lehrer. Dort fehlt jedoch noch, dass man des öfteren zu der Schule geht und die ersten 4 Stunden ausfallen. Insgesamt fällt sehr viel Unterreicht aus und meistens wird man irgendwie mit blöden Aufgaben beschäftigt die auch nur Zeitverschwendung sind.
Wir hatten sogar schon ein mal einen Kurs gewählt, wo der Lehrer erst nach 2 Blöcken (4 Wochen) an der Schule unterrichtet hat. Essen gehen kann man dort (30min von der nächsten Dönerbude entfernt auch nicht)
Uri Geller habe ich von dem Lehrer selbst noch nicht gehört, nur, dass wir Kinder zeugen sollen um seine Zukunft zu sichern und wie man am besten Brot selbst bäckt! (Fachinformatiker SI/AE)
Ich für meinen Teil hab mich auch schon aufgeregt über Schüler, die in Arbeiten zu 90% abschreiben und im Unterricht mitarbeiten aber auch viel Stuss labern – trotzdem ne 1 bekommen.
Übrigens, wusstet ihr, dass die Tatsache, dass viele Fachinformatiker-Azubis Abi haben dafür sorgt, dass die Ausbildung als “nicht erfolgreich” gesehen wird – selbst wenn man die Prüfung besteht?
Liegt daran, dass es so gedacht ist, Realschülern eine erfolgreiche Ausbildung zu liefern. Gymnasiasten fühlen sich auch großteils unterfordert und bewerten die Lehrer bei umfragen sehr schlecht. Ein Lehrer erzählte uns, dass Diese Schule auch teilweise “soziales Auffangbecken” wäre und diese Schüler dort ihren Spaß haben zu lernen!
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Ich habe meinen Kommentar in Form eines nachtrages am Ende des Artikels verfasst, bitte da weiterlesen :)
Vielen Dank an der Stelle für eure Erfahrungen und euer Feedback! Ich bin also nicht alleine…
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das kann ja nur die mmbbs messe ost sein …
haargenau identisch das gleiche bei mir stimmt alles außer ich bin im B kurs :D
aber sonst passt das 1 : 1 !!!
Hmm also ja ich kenne ähnliche Situationen von unser alten Berufsschule, wobei die Lehrer eigentlich sehr engagiert waren nur der Lehrplan ebend scheiße. Ich kann dir sagen, dass es an der Uni nicht unbedingt zufriedenstellender läuft….
In dem Bericht fehlen die Unterrichtsmethoden von Costa Cordalis, die übertreffen noch einiges.
Bei dem Lehrer spricht man 4 Stunden über die Alert()-Funktion in Javascript x)
Leider, leider geht es mir in meiner Berufsschule ähnlich.
(Hamburg, Gewerbeschule 18, Fachinformatiker Anwendungsentwicklung, 2. Lehrjahr)
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von “Unterricht” bei uns:
1. Vorträge halten und hören. (der Lehrer tut nichts, außer Noten auswürfeln)
2. Viel Monolog um fast nichts (durchaus zwei mal 90 Minuten über die Entwicklung der Inflationsraten im Euro-Gebiet) gepaart mit ausgeteilten Kopieen zum Auswendiglernen für die Klassenarbeit am Blockende.
Ein paar “Highlights” hatten wir auch:
a) mit CCNA angefangen – aber mangels motivierter Schüler nicht abgeschlossen
b) E-Technik-Unterricht in der Form “Sucht euch mit Google Informationen zum Thema XY und speichert die in ein Winword-Dokument.”
c) Ein Jahr lang wöchentlich Sportunterricht(!) in den Blöcken, der aber zu über 50% ausgefallen inkl. einer “Klassenarbeit” auf Unterstufenniveau.
Und natürlich programmieren wir als angehende Anwendungsentwickler weniger als die Systemintegratoren.
Bezüglich Desgin (Klassen, Datenmodelle, …) haben wir bisher gar nichts gemacht, außer ein paar schäbige Struktogramme und Klassendiagramme nach Anleitung gezeichnet.
Von Programmiermustern und Anderem will ich erst gar nicht anfangen.
Traurig, traurig.
Für ein erfolgreiches Studium (ich hab’s echt mit aller Macht versucht und auch noch die letzte Prüfungsmöglichkeit genutzt), hat es bei mir leider nicht gereicht. Aber das was ich jetzt an der Berufsschule erlebe, ist irgendwie stark beängstigend.
Das erinnert mich stark an meine 9. und 10. Klasse Gymnasium. Genau so — die Lehrer waren unmotiviert, die Schüler hattten keine Ahnung oder keinen Bock, und trotzdem haben sie noch ihr 4- für’s Zeugnis bekommen. In der 11. war ich Gott sei Dank außer Landes, sonst hätt ich das wohl nicht ausgehalten.
Ich habe den Artikel im Planet mit Interesse gelesen und denke, dass er das Update nicht einmal nötig gehabt hätte. Der gefühlte Niedergang der Bildung in unserem Land und die Gleichgültigkeit, mit der viele Menschen ihr begegnen, können einem sehr wohl das Blut in den Adern zum Kochen bringen.
Was die Berufsschule angeht, erkenne ich viele Erfahrungen von Freunden in deinem Bericht wieder. Ich selbst ging aufs Gymnasium, wo es in vielen, aber nicht allen Fächern genauso war. An der Uni wurde es nicht sehr viel besser. Dieses Problem zeigt sich also wie es aussieht in allen Bildungseinrichtungen, auch wenn man das vorher vielleicht nicht vermuten würde. Noch interessanter ist für mich, dass das Phänomen sich überall zu zeigen scheint: Ich selbst studiere Anglistik/Germanistik und am Anfang gab es da einen Einstufungstest für Englisch, bei dem überhaupt nicht ausgesiebt wurde. Wer im Test durchfiel, kam halt in den “Building Bases”-Kurs statt dass man ihm sagte: komm nochmal wieder, wenn du die Sprache beherrscht. Während des Studiums dort konnte ich mich nicht entscheiden, was mich mehr nervte: die Lustlosigkeit der Lehrkräfte (z.B. gab es Dozenten, die Seminararbeiten von ihren studentischen Assistenten kontrollieren ließen) oder die Dummheit und das Desinteresse der Mitstudenten.
Ein Uniwechsel hat mir gezeigt, dass es auch anders geht: An meiner neuen Uni ist zwar die Bürokratie ein Krampf und die Organisation ein Widerspruch in sich, aber die Seminare sind phantastisch. Manche bestehen auch zu 75% aus Referaten, aber die haben es in sich – mit Selbstdenken und ungezwungener Diskussion am Schluss, mit Ecken und Kanten, die auf eigene geistige Arbeit hinweisen, ohne Ablesen und perfekte Wikipedia-Struktur. Ich stimme also zu: weder die Bildungseinrichtung noch die Lehrmethode macht es, sondern die Ambition der Beteiligten. Fragt sich nur, wie man die aus ihrem Dornröschenschlaf weckt…
Das Problem ist auch, wenn man in der Ausbildung ist und man hinterfragt etwas in der Berufsschule… Dann ist es auch eine sehr komische oder doofe Antwort, wenn der Lehrer sagt “Das ist so”. Wie will man dadurch etwas lernen?
Ich kenne die erwähnten Spielchen sehr sehr gut… Es sollten auch bei uns Präsentationen gehalten werden, wo der eine oder andere Schüler dann von dem Thema gar keine Ahnung hatte, da frage ich mich dann auch nur “wie will man einem etwas erklären, was man selber nicht versteht?” und das Problem habe ich selber auch, ich könnte nie einem Mitschüler etwas erklären was ich nicht verstehe. Aber das scheint egal zu sein, denn wenn man etwas Präsentiert und hinterher erwähnt das man einen Teil nicht ganz verstanden hat, wird man erstmal schief angeguckt vom Lehrer.
Ich frage mich da dann auch was das soll, im späteren Berufsleben stelle ich doch auch niemandem etwas vor, was ich nicht verstehe. Und was diese 4 Wochen Blöcke der BbS angeht, das finde ich selber auch absolut behämmert. Es gibt den einen oder anderen Schüler der schon nach 5 Tagen einen Knall bekommt, wie soll das dann erst bei 20 Tagen ablaufen?
Aber was soll man da noch groß sagen… Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster raus und gehe davon aus das der Ersteller ein Fachinformatiker ist UND das ich seine Schule kenne und ich leide mit ihm. Vielleicht wird es ja irgend wann mal besser.
Was nur so beim Durchlesen der Ergänzung eingefallen ist: wenn man ein paar Schwächere raufiltern sollte, dann wären da in den IT Berufen wohl auch ein paar der Lehrer mit ganz vorne dabei ;)
So (^.^) NewNoteBook am start… nächsten Block können wa auch Warcraft Zocken xD.
“Internet” lehrt besser als Lehrer.
Wenn es nach mir ginge, würde ich gern ne Liste an Themen haben wollen und selbst für die Prüfungen lernen.
So würde ich mir die verschwendete Zeit an der Schule Sparen und könnte meine Ausbildung locke um ein Jahr verkürzen.
ICH BIN AE (Anwendungsentwickler) und habe bis heute im Unterricht, drei Zeilen JavaScript geschrieben <.<.
Ein kumpel der IT-Kaufmann lernt, Programmiert in C++ ^.^ funny oder? xD
Ich war vor etwa einem Jahr auch auf der Schule. Uns ging es Haar genauso, oder eigentlich noch schlimmer! Aber macht euch nichts draus, drei Jahre sind schnell rum. Ich hab meine Ausbildung trotzdem erfolgreich abgeschlossen. Zwar leider nicht mit 1 oder 2 aber naja ich hab nen Job und verdiene gutes Geld.
Das die Leute sich beschweren, daß die Berufsschule zu leicht sei, muß doch mal jemanden aufwachen lassen. Das kann doch nicht sein :(
Damals dachte ich es liegt daran, daß meine Ausbildung neu ist. Aber nix, es hat sich nichts getan.
Ich bin dann irgendwann gar nicht mehr hin, hat auch keinen gekümmert. Das letzte Zeugnis hab ich mir auch nicht abgeholt.
Die Berufsschulzeit wäre die sinnloseste Zeit meines Lebens gewesen, wenn man nicht neue Freunde getroffen hätte.
p.s ich habe trotzdem bestanden, obwohl ich nie in der Schule war.
Hallo,
ja, ich mache auch meine Ausbildung bin aber schon im 2. Lehrjahr. Ich konnte die Situation dadrin wiederspiegeln die mir wiederfährt. Lustigerweise neigt man dazu bei manchen Lehrern dazu direkt seine System herunterzufahren und einfach nur noch Stumpf irgendwelche anderen Sachen zu machen. Es ist ein wenig wie Urlaub. Jap, Wie Urlaub mit früh Aufstehen und 3 Stunden fahrt.
Naja, letzendlich ist es bei manchen Lehrern so das man nur rumgammelt und man NUR Referate hält oder aber man tut nix weiter und bekommt für 2 Wochen eine Arbeitsaufgabe die man schon in den ersten 2 Stunden erledigt hat. Dann gibt es noch Lehrer die was können aber das ganze irgendwie scheisse verpacken und mehr drumeherum reden als Handeln. Schade.
Letzendlich bewerte ich die Berufsschule nicht so hoch wie du und sehe es einfach als Übergang von dem Gammel Leben in der Schule bis ins vollwertige Berufsleben. Das meiste was ich lerne dass lerne ich entweder Privat oder aber natürlich in meinem Betrieb.
Liebe Grüße
Dennis
Ah, ich finde es auch super wie sich die Schule gegen Schüler Notebooks wehrt. Und das Geraffel mit der Internet Kontrolle und limitierten Traffic ist auch der Hit.
sehr netter artikel (auch der erste) und du triffst den nagel auf den kopf, mir geht es ähnlich!
ich gehe zur gleichen bbs und ich glaube sogar, dass wir evtl. ein paar gleiche kurse haben (politik und englisch zB), denn einige der geschichten kommen mir doch arg bekannt vor ;)
jaja die wunderbare Berufsschule die jeder so gerne mag xD
Deine Schilderungen sind alle soweit korrekt und ich kann sie einfach nur bestätigen und man merkt sofort von welchem Lehrern die rede ist….
Man müsste wirklich mal fachkompetente motivierte Lehrer forgesetzt kriegen die einem den Unterricht anschaulich beibringen können und sich auch durchsetzen wenn es unterrichtstörungen gibt. Fragte sich nur wann das mal der Fall sein wird.
Den Fachkenntnis vorausgesetzten besten Fall habe ich bisher in Prgramieren erlebt, wo der unterrichtende Lehrer bei einer Frage des Schülers einfach nur die Hilfe des Programms geöffnet hat und ihn dann selber hat suchen lassen. Top so sollte man immer behandelt werden wenn man fragen hat xD
Ich kann die Erfahrungen von dir nur teilen.
Selbst wenn man versuchen würde was zu lernen, ist dieses völlig unmöglich.
Man kann nur eins sagen:
Die Lehrer sorgen am laufenden Band dafür, dass man sie nicht ernst nehmen kann. So rennt mein HTML Lehrer vor versammlter Klasse die Pinnwand um (die seit ich an der Schule bin schon immer da stand) oder sie gucken verschiedenen Schülern beim Zocken an den Schulrechnern zu.
Einige versuchen es trotzdem, aber scheitern jämmerlich. So bekamen wir in einem Fach eine Strafarbeit auf, weil wir uns daneben benommen hatten. Das lächerliche daran, die anzufertigende Strafarbeit war die Hausaufgabe zu dieser Stunde… Sinn??
Ist doch nur verständlich, dass man diesen Lehrern nicht mehr zuhört. Sollten sie dann widererwartend doch was sinnvolles von sich geben, geht das völlig an einem vorbei weil man seinem Nachbarn gerade beim CS Spielen zuguckt…
Es gibt auch Lehrkräfte die von 3 Stunden Unterricht nur vorne sitzen, kein Wort sagen und nach dem Unterricht wieder gehen. Hallo und Tschüss kann vorkommen, muss aber nicht.
Gute Lösung dafür ist dann TrackMania 2 vs 2.
Sau guter Beitrag. Ja ja die MMBBS, dass ist schon so ne Schule. Man muß aber auch dazu sagen, dass nicht alle Lehrer so sind. Es gibt auch welche die bringen Ihren Unterrichtsstoff gut an den Mann. Naja egal, Fazit ist nun, dass einer der diesen Blog auf der EDU PLAZA verbreitet hat nun mit einigen Konsequenzen leben muss. Schon traurig das man für ein bisschen Wahrheit auch noch bestraft wird.
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… und täglich grüßt das Murmeltier.
Ja, an den Lehrer der uns erzählt hat wie man Brot bäckt erinner ich mich auch noch. Einige Lehrer sind aber auch nicht so schlecht.
Der andere Englisch A-Kurs ist z.B. besser, die Lehrerin ist Muttersprachlerin und unterrichtet auch den WPK-Kurs in dem man sein Cambridge Zertifikat machen kann. Eventuell kannst Du Dich ja umschreiben lassen.
Es gibt natürlich auch viele Lehrer die sich erst falsch ausdrücken, aka zerstreuter Professor korrigieren sie sich dann später und wischen das falsche von der Tafel, schreiben was anderes hin…
Die Verwirrung ist komplett. Dazu kommen dann noch unnötige Informationen über Sachen die noch später mal dran sind und es ist ganz vorbei.
z.B. Ich will von A nach B, krieg aber noch Dinge über C erzählt.
Hatten neulich ein Thema das mich sehr interessiert, und das ich auch gern auf der Arbeit anwenden würde. Aber Schade, falscher Lehrer.
Religionsunterricht am Wochenende fand ich natürlich auch “großes Tennis”. Freut man sich nach seiner Arbeitswoche aufs wohlverdiente Wochenende und muss noch Samstags früh morgens zur Schule bis abends. Naja, da hat man dann eben seine 1 oder 2 abgegriffen, trotzdem waren immer noch 2 Wochenenden im Arsch.
Oh und HTML und alles… Wir hatten an den “Einführungstagen” jemanden der uns das beibringen sollte, aber html und css anscheinend als letztes vor 3 Jahren angewandt hatte. Da kahmen Schnitzer drin vor wie nicht geschlossene html tags, was der browser aufgrund seiner Fehlertoleranz zwar darstellt. Aber mal Ehrlich, ich hätte von der Schule eins nicht erwartet: Dass uns teilweise auch falsches Wissen eingebläut wird.
Ok, das war das 1. Ausbildungsjahr und wir waren alle noch jung und naiv. xD
Naja egal…
Auf der Schule muss man sich geistig ausklinken, hauptsache man schaltet sich auf der Arbeit irgendwann wieder dazu. Aber ich hatte noch nie so sehr das Gefühl irgendwie demotiviert zu sein.
Bin mal an einem Montag – Blockanfang zur Schule und war sogar sehr motiviert, hatte mich gefreut, nur um zu erfahren, dass ein Lehrer in den ersten Stunden Krank ist.
Der Lehrer ist schon 2 Wochen vor unserem Block krank geworden. Eigentlich sollte es kein Kunststück sein hier eine Vertretung zu organisieren? Ah, ich stell es schon wieder als Frage. Eine Frage die man mir an der MMBBS wieder nicht beantworten kann.
Jedenfalls die Motivation wurde wieder wie ein junges Reh auf der MMBBS-Autobahn vom LKW der Inkompetenz zermalmt.
xD
Wie auch immer, toller Eintrag
/sign
und es geht irgendwie allen so.
Noch ein kleines Zitat, dass an jemanden gerichtet wurde, der vor ein paar Tagen neu in unsere Klasse gekommen ist: Stellst Du irgendwelche Erwartungen an diese Schule?
Klasse lacht… Tusch usw. es geht nicht nur Dir so.
OK,
wie es bei uns an der Schule läuft muss ich wohl nicht schreiben, … ihr wisst es ja schon.
Nur gut zu wissen das wir in (Nummernschildbereich KS)
nicht allein sind,
Fazit des ganzen ist wohl:
Wenn du dich auf die Berufsschule verlässt, bist du verlassen.
….. Traurig oder nicht ? ..
MfG
Richard
Das ist ja schlimmer als unser Informatik Unterricht in Klasse 11 damals. Da war der Lehrer (kurz vorm Ruhestand) wenigstens noch offen für Neues und anstatt Netbeans Version Anno Tuk wurde schließlich eine moderne Eclipse IDE verwendet.
Aber Kopf hoch, ich denke mal du wirst zu den Besten deines Jahrgangs gehören und in keiner Branche kommt es so stark auf das eigene Können an wie in der IT-Branche.
Ich sitze just in diesem Moment in der besagten Schule und kann bezeugen, dass sich in 3 Jahren rein garnichts an dieser Schule geändert hat!
Ich bin froh, wenn ich mit der Ausbildung zum FISI fertig bin und mir diese allmorgentliche Qual nicht mehr antun muss!
Wer Glücksspiele mag, der wird diese “hochmoderne” Schule aufgrund der Notengebung lieben!
Entschuldigt, dass ich nicht mehr schreiben kann, aber meine alter tastatur hier klebt wie Kaugummi und ich ekele mich davor!
So long…